Gedanken einer Oberlausitzer Bäuerin ...
... Susanne Kother erzählt in diesem Werk, von ihrem Leben als Naturkind, von ihren Beobachtungen im eigenen Garten, auf ihren kurzen Wegen übers Land und zu allen Jahres- zeiten. Aber wie anrührend lässt sie in Lyrik und Prosa auch Episoden aus der Kindheit, aus dem dörflichen Leben in der Oberlausitz wiedererstehen. Ganz deutlich erfährt man, dass die Dichterin als Autodidaktin durchaus weit über den dörflichen Horizont hinauszusehen vermag. Klug und kritisch beurteilt sie politische und wirtschaftliche Zustände in ihrer Grenzregion wie im nationalen und inter- nationalen Zusammenhang. Am Ende des Büchleins angekommen, spürt man, scheint mir, dass unsere Autorin eigentlich noch manches mehr zu sagen hätte, dass sie möglicherweise noch etwas zögerlich zu Werke gegangen ist. Vielleicht macht dieser erste erfolgreiche Zwei-/ Dreijahresschritt ihr Mut zu neuen solchen Schritten.
Zu wünschen wär´s.
Dr. Arno Bendrat Rehfelde, Dezember 2007